Aus einem Rahmen von West Coast Choppers und einem 1600 ccm-S&S-Motor entstand ein lässiges Bike für Laufsteg und Straße.
Ein Hilfsrahmen stützt die mächtige Dachkonstruktion, unter lautem Hämmern erhält eine drei Meter lange Blechtafel die Form einer großen, einteiligen Heckklappe. Da drüben werden Bleche zu einem gewölbten Dach zusammengeschweißt, und so nach und nach erhält die Mercedes E-Klasse die Form eines übergroßen, überlangen Kombis. Und was bitteschön hat das alles mit Custombikes zu tun?

Nun, Thorsten, der Chef von Deathfield Choppers, hat vor seiner Selbständigkeit unter anderem bei einem Bonner Hersteller von Krankenfahrzeugen gearbeitet. Dort konnte er seine Fähigkeiten als virtuoser Blechkünstler unter Beweis stellen. Und wer erfolgreich als Auto-Karosseriebauer gearbeitet hat, der sollte doch auch im Custom-Bereich eine Rolle spielen können.
Viel Erfahrung vor der Selbständigkeit
Nachdem mehrere USA-Aufenthalte das Interesse an Harleys geweckt hatten, ergab sich für Thorsten zudem die Chance, in einem Harley-Shop zu arbeiten. Und auch hier bleiben sein Talent für Blechbearbeitung und seine Kreativität nicht unbemerkt. Aus zwei Wochen Probearbeiten wurden fünf Jahre.

Nebenbei hat der Blechkünstler in einer alten Werkstatt in Todenfeld, die letztlich als Inspiration für den Firmennamen »Deathfield Choppers« diente, eigene Custombikes gebaut. Auch dann noch, als er längst die Blechbearbeitung an Rettungswagen übernommen hatte. Die Gründung eines eigenen Biker-Ladens als logischer Schritt bedingte den Umzug im Februar 2009 in eine Scheune in Remagen. Mittlerweile residiert die erfolgreiche Custom-Schmiede in Meckenheim und veredelt Autos und Motorräder gleichermaßen.
West Coast vom Rhein
Eines der ersten Projekte von Deathfield Choppers ist ein Custombike mit West Coast Choppers CFL-Rahmen und 1,6-Liter-S&S-Motor. Thorsten stellte das Bike auf Räder von Performance Machine im Wrath-Design, verbaute eine modifizierte Sportster-Gabel und eine PM-Vierkolben-Scheibenbremse vorn sowie eine Kustom-Tech-Ritzelbremse im Heck. Fußrasten von Jay Brake und ein Sechsgang-Getriebe von RevTech ergänzen das schlanke Gerät.

Der Clou sind jedoch die unzähligen Eigenanfertigungen: etwa der abgeänderte Sportster-Tank, der einen Kanister-Tankdeckel von 1945 erhielt, der Solosattel mit Mountainbike-Federbein und der selbstgebaute Lenker mit innenliegender Gasmechanik. »Dennoch hatte ich das Bike in nur zwei Monaten zusammengebaut«, erzählt Thorsten. Auch der Heckfender und der Kennzeichenhalter stammen aus eigener Fertigung.
Pinstriping von Maze
Klare Sache, dass Freund Maze das Pinstriping der Lackteile erledigen würde. Der Deathfield-Chef ließ dem Pinselprofi vollkommen freie Hand: »Wie immer bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.« Tolles Bike, alles richtig gemacht.
Info | https://dfc-choppers.com/















