Nur das Nötigste hat Carsten an seiner Honda CB 250 angebaut. Und dabei nur das Allernötigste ausgegeben.

Damit musste sich doch ein preiswerter Umbau durchführen lassen, dachte sich Carsten, nachdem er eine 1975er Honda CB 250G geschenkt bekommen hatte. Geschenkt, gratis, U.M.S.O.N.S.T. Nicht übel, oder? Ein zweiter Rumpfmotor gehörte ebenfalls zu dem unschlagbaren Deal und dank der damals wirklich guten Verarbeitungsqualität bei Honda sah selbst der Chrom an dem heruntergerittenen Teil noch ganz anständig aus.

Nicht originalgetreu aufbauen, sondern ein Einzelstück schaffen …

Carsten checkte zunächst den Zweizylinder-Motor, spendierte neue Dichtungen, einen neuen Steuerkettenspanner und kümmerte sich um die beiden Gleichdruckvergaser. Doch er wollte das Motorrad nicht etwa originalgetreu aufbauen, sondern ein optisch reduziertes Einzelstück schaffen. Also sägte er das Rahmenheck ab, schweißte einen kurzen Rohrbogen ein und cleante das komplette Rohrgestell.

Ein Jahr bastelte Carsten an seiner Low-Budget-Honda

Ein mitschwingender Heckfender entstand aus einem Rohling und Fußrasten aus dem Moto-Cross-Bereich landeten an den originalen Haltern. Rahmen, Schwinge, Tauchrohre, Tank und auch der Lenker wanderten zum Pulverbeschichter. Zum Glück kannte Carsten da jemanden, der ihm die Teile zum echten Freundschaftspreis mit Kunststoff überzog. 

Honda CB 250 – Ein Jahr lang bastelte er an seinem Low-Budget-Gerät

Anschließend reduzierte der Hagener die Elektrik auf ein Minimum, konstruierte eine Tankhalterung aus Leder, montierte den Tacho mittig und fertigte eine flache Sitzbank an. Ein Jahr lang bastelte er an seinem Low-Budget-Gerät, immer einen möglichst geringen Kostenrahmen vor Augen. Daher griff er häufig auf Gebrauchtteile zu, suchte nach Schnäppchen und günstigen Verschleißteilen.

Schlappe 131,- Euro kosteten ihn daher die verwendeten Umbauteile, nur rund 209,- Euro die notwendigen Verschleißartikel. Lediglich für die Benutzung einer Sandstrahl-Ausrüstung und fürs Aluschweißen legte er noch ein paar Euro obendrauf. So kommt es, dass Carsten kaum mehr als 400,- Euro für das gesamte Motorrad ausgegeben hat. Die kleine Honda rennt jetzt wieder zuverlässig und sieht durchaus ansehnlich aus. Und günstiger gehts kaum!

 

 

Dirk Mangartz