In Japan entstehen praktische City-Bikes in lässiger Chopper-Form. Und welches Bike würde sich da als Basis besser eignen als die XS 650 von Yamaha?
Was bei uns kaum jemand weiß: Der Custom-Markt in Japan zählt zu den größten der Welt. Zu den spannendsten sowieso. Japanische Umbauer kombinieren mit Vorliebe traditionelle japanische Elemente mit dem von Amerika geprägten Custom-Design.
No Show, no Shine
So wie im täglichen Leben in Japan – etwa bei Essen, Kleidung und Kunst – die einfachen Dinge bevorzugt werden, so bestimmen auch beim Customizing nicht Chrom und glänzende Showlackierungen das Design, sondern eine bewusste Beschränkung auf das Wesentliche.



Die vollgestopfte Werkstatt von Yellow MC im Herzen der Kleinstadt Ashikaga hat sich exakt auf diesen Stilmix westlicher und traditioneller Werte spezialisiert. »Für unsere Art, Chopper zu bauen, haben wir keine wirklichen Vorbilder«, erklärt uns Mita Youichi, Chef und Mechaniker bei Yellow MC, und zeigt auf die grüne Yamaha XS 650 im reduzierten Japan-Style. »Doch unsere Motorräder sollen nicht nur stilsicher aussehen, sondern auch zuverlässig laufen und einfach zu bewegen sein.«
Yamaha XS 650 – Bewährte Mittelklasse
Aus diesem Grund greifen die Schrauber gerne auf bewährte Mittelklassemotorräder japanischer Herkunft zurück – etwa Kawasaki W 650, Yamaha SR oder eben XS 650. »Meistens sind unsere Kunden zwischen Anfang 20 bis Ende 30. Und die wollen, dass man einfach aufsteigen und losfahren kann – bei jedem Wetter.« beschreibt Mita die Wahl der zuverlässigen Yamaha.

Der Verzicht auf ein vorderes Schutzblech bei der schlanken XS mag dieser Aussage noch widersprechen. Jedoch spricht nichts dagegen, mit schmalem T-Lenker, flachem Einzelsitz oder Peanut-Tank durch den Alltag zu rumoren. Denn alles wirklich Notwendige ist – wenn auch reduziert und versteckt – vorhanden.
Bratstyle at it’s best
Rückspiegel, Vierkolben-Scheibenbremse, gut funktionierende Federelemente, Tacho, sogar Blinker – all diese nützlichen Dinge hat Yellow MC der lässigen XS mit auf den Weg gegeben. Doch neben dem ungemein coolen Auftritt hebt noch etwas das Bike von den Serienmotorrädern in den Schaufenstern der Vertragshändlern ab: Die schmale Silhouette hilft ungemein dabei, das Bike zwischen den in den japanischen Metropolen unvermeidlichen Stauchaos hindurchzuschlängeln …
















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