Warum nur hat der US-Amerikaner Shaun Horohoe eine 600er für seinen Extrem-Umbau gewählt? Auch wenn diese Frage unbeantwortet bleibt, schauen wir seiner Yamaha R6 einmal genauer ins Reifenprofil.
Amis stehen auf Hubraum. Auf Schwergewichte, Full-Size-Doppelwhopper in All-you-can-eat-XXL. So sollte man meinen.
Warum nur eine R6
Warum sich Shaun Horohoe ausgerechnet eine unamerikanisch kleine Yamaha R6 als Basis für seinen Hammerumbau ausgesucht hat, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Vermutlich liegt dieser Entscheidung der Gedanke zugrunde, dass bereits eine 600er besser beschleunigt als jeder 2-Liter-V2 und locker 260 rennt – keine Scheu vor fünfstelligen Drehzahlen vorausgesetzt.

Um zu beeindrucken, musste Shaun die R6 massiv umkrempeln. »Sport bike rear wheel standoffs« nennen die US-Amerikaner Megabreitreifen in verlängerten Schwingen von Supersportlern. Klar, dass die Yamaha einen gigantischen Extended Swingarm erhielt.
Gigantischer Reifen für brutale Optik
Ein Beltdrive mit Zwischengelegewelle treibt einen gigantischen 360 Vee Rubber-Reifen an. Wodurch sich bereits ein Großteil der phänomenalen optischen Wirkung erklären lässt. Gemeinsam mit einer radikalen Tieferlegung – dank Air Ride Suspension beim Parken noch weiter abzusenken – verwandelte der Schrauber die kompakte 600er in ein flaches Drag-Geschoss vom Allerfeinsten.

Jede Menge poliertes Aluminium, Edelstahl und Chromglanz kontrastieren mit dem kräftigen »Emerald Green«, das sämtliche GfK-Parts, Schwinge, Lenkerschalter, Pulleybremse aus dem Harley-Zubehör und selbst die Scheibe der Vollverkleidung schmückt. Und weil das Tuning-Bike nicht gerade eben wendig, dafür aber an der Ampel flott ist, lässt sich das Hubraum-Manko auch für typische US-Amerikaner locker verschmerzen. Einfach drehen lassen.»Geht schon, man muss sie einfach drehen lassen«, lautet Shauns Rat an alle, die sich für eine 600er als Basis für ein Custom Sportsbike entscheiden.
















