Triumph Chopper waren schon immer schwer beliebt – doch diese dreizylindrige Triumph T 150 Trident ist schneller, seltener und poppiger als die anderen.
Viele Jahre lang hatte ein Haufen Teile in einer zugigen Garage auf den Umbau gewartet. Seit der Vorbesitzer vor zwei Jahrzehnten mit dem Umbau der Triumph T 150 V Trident zum Chopper begonnen hatte, war es still geworden um das Projekt. Dabei sah es am Anfang doch so viel versprechend aus.
Triumph-Rahmen mit BMW-Federung
Der Triumph-Rahmen hatte die Geradewegfederung einer BMW R 51 erhalten, dazu einen flacher verschweißten Lenkkopf und ein abgesenktes Rahmenheck, er kam dem Ideal eines 70er Jahre-Langgablers damit bereits recht nahe. Der aufwendige Dreizylinder-Motor bot Fahrleistungen auf dem Niveau der Honda CB 750, die damals als Referenz galt. Irgendwann verließ den Erbauer jedoch die Lust am Chopper, und die Teile schlummerten seither im Halbdunkel besseren Zeiten entgegen.

Und diese sollten kommen. Steffan, schwer infizierter Engländer-Freak und Chef der Werkstatt Brando‘s Motorcycles in Ammersbek, entdeckte die waidwunde Trident und schleppte sie auf die heimische Hebebühne. Der 750 ccm-Motor wurde fachgerecht überholt.
Verdammt Lauter Dreizylinder
Alle Teile sind nach wie vor erhältlich, aber »der Trident-Triple ist ein wenig kompliziert aufgebaut«, so Steffan. Er ergänzte den Rahmen um eine zwölf Zentimeter verlängerte Gabel einer Honda CB 450 samt Trommelbremsrad, einen zeitgenössischen Sargtank, einen Z-Lenker und eine selbstgebogene Auspuffanlage. »Die ist verdammt laut, aber TÜV bekommt der Chopper wohl eh nicht«, zeigt Steffan auf die drei verschlungenen Krümmerrohre.

Sissybar und vorverlegte Fußrasten erachtete der Norddeutsche als unentbehrlich für ein derartiges Gefährt. »Und die Idee mit der Farbe entstand Ostern«, lacht Steffan. »Wir haben Eier gefärbt, und plötzlich lag da dieses pinke Osterei.
Triumph Trident wie ein Osterei
Ich dachte: Moment mal, genau so wird unser nächstes Motorrad lackiert.« Er nahm das grellfarbene Kunstwerk mit zu seinem Lackierer Jost, der die Anmutung perfekt auf die Lackoberflächen der Trident übertrug. Steffan jedenfalls freut sich diebisch über die poppige Anmutung: »Ich liebe 70er Jahre-Farben. Sieht man, oder?«.

Und auch für die Trident hat sich die Situation enorm verbessert. Sie glänzt wie ein Neufahrzeug, die Garage ist jetzt hell, warm und freundlich, und für ihren Besitzer Steffan hat die Lust am Chopper gerade erst begonnen.











Schreibe einen Kommentar