Die Triumph Bonneville T140 ist bereits das dritte Bike des Schweden Urban Engström, das wir vor die Kamera gezerrt haben.
Vielleicht kommt euch der Kerl auf den Fotos bekannt vor, wir haben ibereits zwei seiner Bikes vorgestellt. Dabei baut er nicht einmal professionell. Urban Engström ist ein Garagenschrauber im besten Sinne.
Das Bike zum STicker
Fast jedes Frühjahr hat er etwas Neues aufgebaut. Den Anstoß für dieses Bike gab ein »Big Daddy Roth«-Aufkleber, den er von einem anderen Sammler bekam. Meist suchen wir ja den passenden Sticker zum Bike.

Urban baute sich eben schnell das Bike zum Sticker. Dabei hat er schon mindestens ein halbes Dutzend Hobel in der Garage stehen. Neben der Copperknob, die wir vor langem in Heft 3/06 präsentiert haben, besitzt der Kunstprofessor auch seine 175er-Honda-Straßenrennmaschine noch.
Ein etwas anderer Board Tracker
Mit der nahm er erfolgreich an der Swedish Classic Racing Serie teil. Doch zurück zu diesem Projekt. Als optischer Richtungsweiser diente das Bild eines Indian Board Track Racers, und der Begriff »Johnny Cash Special« sorgte für die Bauweise.

Den fand Urban in diversen amerikanischen Magazinen. Er bedeutet so viel wie »etwas Stück für Stück zusammensetzen« und geht auf den Cash-Song »One Piece at a Time« zurück. In dem geht es um einen Cadillac-Arbeiter, der sich einen Wagen aus Parts zusammenbaut, die er einzeln aus dem Werk mitnimmt.
Optisch schlechte Basis
Genau das wollte der schraubende Professor auch. Natürlich ohne zu klauen. Schließlich lagern in seinen Garagen genug Teile für ein komplettes Bike. Trotzdem musste er erst einmal Geld investieren. Urban kaufte eine optisch heruntergekommene Triumph. Eigentlich wollte er nur den 1973er-Bonneville-Motor.

Nach dem Neuaufbau setzte er ihn in einen überarbeiteten Triumph-Rahmen mit starrem Heck. Der Lenkkopf wurde für die Aufnahme der Gabel einer CB 750 angepasst. Die Räder stiftete eine CB 350, und der Sattel stammt von einem Kinderfahrrad.
Viele Teile vom Flohmarkt
Die vielen Swap-Meet-Besuche in den letzten Jahren hatten sich also gelohnt. Der Fundus gab auch den BSA-Tank, den Heckfender, die Fußrasten und die spärliche Beleuchtung her. Der Öltank ist ein originaler Moon.

Wenn sich mal nichts Passendes finden ließ, stellte der Besitzer es eben selbst her. So stammen Lenker und Auspuffe aus eigener Fertigung. Auch die Farbgebung übernahm der Erbauer selbst.
Rot, Gold und ein bisschen Mattschwarz
Hier stand die erwähnte Indian wieder Pate. Rot und Gold sollten die Hauptfarben werden. Die strahlend rote Grundfarbe bekam einen Überzug aus Gold, den Urban dann wieder größtenteils abschliff.

Ein wenig Mattschwarz obendrauf und weitere Schleifarbeiten sorgten für den gewollten Vintage-Look. Mit einer Ladung Klarlack versiegelte und konservierte der Schwede die Früchte seiner anstrengenden Arbeit. Der Kunstprofessor hat natürlich schon das nächste Projekt im Kopf. Ein Cafe Racer auf Triumph-Basis soll es werden.
















Fantastisches Bike, soviele Teteils machen das Teil zu einem Gesammtkunstwerk……und es fährt….Respekt.