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Fotos: David Fiddaman | Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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MotorradHelm in Handarbeit – Die Hutmacher

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Hier entsteht ein Motorradhelm nach dem anderen in Handarbeit. Seit fast 50 Jahren sorgen flinke Schneiderinnen, Formenbauer und Airbrusher bei Davida unseren Schutz

Engländer sind bekannt als Exzentriker. Davida-Gründer und Chef der kleinen Helm-Manufaktur David »Fiddy« Fiddaman macht da keine Ausnahme. Wie die meisten Angestellten bei Davida ist der gut gelaunte Lockenkopf ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. 1978 startete er mit der Produktion von Synchrontestern für Mehrzylinder-Bikes, später kamen Schwingen-Kits für die Superbikes der 80er-Jahre hinzu.

Helmentwicklung: Nur zu Beginn der Planung wird der Computer benötigt

1983 begann er dann mit der Produktion von klassischen Helmen. Zunächst traditionelle Halbschalen, später dann verschiedene Jethelm-Typen. Doch die unvergleichlich sauber verarbeiteten Helme sollten mehr als nur eine authentische Vintage-Konstruktion sein. 1992 ließ die Firma ihren Classic Jet nach dem europäischen Standard ECE R22-03 zertifizieren, 2005 den Jet nach der neuen Norm ECE R22-05.

Entwurfsphase

Wir wollten wissen wissen, wie die Helme »Made in England« hergestellt werden. Also zeigt uns David seine kleine, aber feine Produktionsstätte in Liverpool. Doch vor der Herstellung steht die Entwicklung. Zunächst entsteht im Computer anhand verschiedener Kopftypen die Vorlage zur Fertigung einer Aluminiumform auf der CNC-Fräse.

Anschließend entsteht die Form aus der Designer-Knete Clay

Mit der Designer-Knete Clay gestalten die Helmbauer dann die gewünschte Form des Helmes – ganz wie Auto- oder Industriedesigner. Das so entstandene Modell wird gescannt und in den Rechner übertragen. Für die verschiedenen Kopfgrößen müssen sechs unterschiedliche Größen mit drei verschiedenen Schalen entworfen werden.

Handwerk statt Roboter

Traditionelle britische Handwerkskunst gehört zu den wesentlichen Merkmalen der Fertigung bei Davida. In dem ehemaligen Brauereigebäude am Rande der Hafenstadt gibt es weder Automatisierung noch Hightech-Maschinen. Fünfzehn hochspezialisierte Mitarbeiter kümmern sich um die sorgfältige Bearbeitung der schicken Mützen. Die stabilen und alterungsbeständigen Fiberglas-Schalen werden außerhalb des Hauptgebäudes in einer Spezialfirma gefertigt.

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Großen Wert wird in der Davida-Manufaktur auf Lackierung, Graphics und Finish gelegt. Viele Designs – etwa Pinstripes – entstehen in Handarbeit

Durch das Bag-Mould-Verfahren bleiben kleine Einschlüsse auf der Oberfläche, die anschließend in der Lackiererei geprimert und geglättet werden müssen. Jede Woche wird in der Lackierkammer eine andere Grundfarbe verarbeitet. Am Ende eines jeden Tages kommen die lackierten Helme in den Ofen, sodass sie am nächsten Morgen fertig zur Weiterverarbeitung sind. Die meisten erhalten nun aufgeklebte oder -lackierte Graphics oder Pinstripes.

Traditionelle Lackierungen

Traditionellem Lackieren wird dabei immer der Vorzug gegeben, denn »bei genauer Betrachtung sind Aufkleber immer pixelig«, erklärt David. »Unser Flammendesign etwa wird mit Fineline-Band handmaskiert und dann mit einem Airbrush versehen«, erzählt David. Neben unzähligen Farbvarianten, etwa Repliken alter Rennfahrer-Halbschalen, können in dem kleinen Betrieb auch Sonderwünsche erfüllt werden. Da es sich bei Davida-Helmen um Premium-Produkte handelt, entspricht die Ausstattung der Helme höchsten Ansprüchen.

»Wir gestalten unsere Helme so flach und so eng wie möglich«

Das Futter besteht aus angenehm zu tragendem und robustem 0,6 bis 0,8 mm-Rindleder. »Wir bevorzugen schwarzes oder braunes Leder, für Modelabels haben wir aber auch schon andere Futterfarben verarbeitet«, zeigt David auf diverse Sondermodelle. Die Polsterung wird aus hochwertigem, straff sitzendem Polyurethan gefertigt. »Wie oft habe ich schon vergessen, den Kinnriemen zu schließen.

Hochwertiges Handwerk

Und am Schlagen des Riemens habe ich dann bemerkt, wie perfekt unsere Helme sitzen«, lacht David. Durch die sorgfältige Fütterung, die auch unterhalb der Ohren der Kopfform folgt, sind Davida Jethelme zudem besonders leise. Von der Büroetage aus gibt es einen schönen Ausblick über die Beatles-Stadt Liverpool. Hier werden die Weichen für die Zukunft der Marke Davida gestellt. Und die liegt ganz sicher in der Nische hochwertiger Klassik-Helme, gefertigt nach alter Handwerkskunst.

Info | Davida Helmets

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