»Wir wollen ein kraftvolles Zeichen gegen Massenproduktion und Fließbandware setzen«, so erklären die Macher der Handbuilt Motorcycle Show, die Jungs von Revival Cycles, den Ansatz ihrer Veranstaltung. Mit betont breiter, amerikanisch stolzgeschwellter Brust. Unter uns, unsere ganze Szene und jedes ihrer Events ist eben jene Ansage, das Rad wurde also auch in Austin nicht neu erfunden. Aber natürlich trugen die Amis wie immer ein Stückchen dicker auf. Und das völlig zu Recht, angesichts richtig guter Motorräderin, die in dem  Gebäudekomplex in der East Street von Austin ausgestellt waren. 100 Exponate aus dem ganzen Land zeigten sich dem Publikum, mit Bedacht waren sie zuvor ausgewählt worden. Einen Platz auf der Show gab es nur per EInladung. Diese Vorgehensweise hatte sich schon ein Jahr zuvor, bei der ersten Handbuilt-Show bewährt.

Unter Beobachtung: die Handbuilt Motorcycle Show in Austin/ Texas

Wer allerdings die breite Choppermasse der USA in Austin sucht, der sucht hier falsch. Zwar gab es einige typische Bobber und Oldschooler zu bestaunen, aber beim genauen Blick auf die ausgestellten Bikes wird klar, hier ist Sportlichkeit gefragt. Wie hierzulande auch, zeigt die Show das deutliche, derzeitige Interesse an Racing-inspired-Customs, gerne in den gehypten Abwandlungen von Cafe Racern und Scramblern. Und deshalb ist auch der Harleyanteil gar nicht so groß wie auf anderen US-Events. In Texas regierten eher Japan und Europa. Von Kawa über Triumph und Ducati war nahezu alles dabei. Viele detailreiche Bikes, garniert mit Kunst an den Wänden – noch so ein Trend – und handgemachten Cocktails. Keine Massenware, wie versprochen.



Info
www.handbuiltmotorcycleshow.com