Normalerweise ist die farbliche Umgestaltung ein großer finanzieller Posten. Mit der richtigen Idee lässt sich aber – wie an diesem Suzuki Fighter – jede Menge sparen.
Die meisten werden es wohl nicht verstehen, denn mit der Volljährigkeit kann man doch den Motorradführerschein machen und sich auf ein großes Motorrad schwingen. Nur eben leider erstmal für zwei Jahre gedrosselt.

Deshalb behielt Tim erstmal seine 125er Aprilia RS und tunte sie auf offizielle 34 PS. Nach Ablauf der Schonfrist kaufte er sich dann eine gebrauchte 600er Bandit mit 26.000 km auf der Uhr. Das Wichtigste war, dass die Bandit eine gute Basis für Streetfighter ist, denn die haben Tim schon immer begeistert.
Erste Schritte
Und mit dem Kauf stand auch das Umbauziel fest. Tim hatte bislang kein Auto und war so ständig auf das Moped angewiesen. Aus diesem Grund gab es auch immer wieder kleinere Umbauaktionen, möglichst am Wochenende.

Die ersten Arbeitsschritte bestanden aus dem Austausch der Spiegel, Blinker und des Lenkers. Alles Neuteile aus den großen deutschen Versandhäusern. So fand er auch einen erschwinglichen Endtopf der Marke Rombo.
AUspuff kürzen für den TÜV
Der ragte aber ewig weit nach hinten raus, sodass die zulässige Gesamtlänge lt. Fahrzeugschein überschritten war (?!?). Als guter Bürger schafft man natürlich unverzüglich Abhilfe. Da Tim das Teil sowieso kürzen wollte, kam dieser Umstand gerade recht, weil durch diese Maßnahme der Sound auch seinen Nutzen tragen sollte.

Eine Probefahrt ohne dB-Eater brachte nämlich kernige Töne zum Vorschein. Um das TÜV-geprüfte Innenleben und die eingestanzte E-Prüfnummer zu erhalten, fand die Materialminimierung am Eingang statt. Tim bohrte hierzu die Nieten auf und entfernte den Einlass.
Flex und Poliermaschine
Dann flexte er mit der Millimeterscheibe so viel vom Topf weg, dass der Deckel gerade noch wieder draufging. Nach dem Übertragen der nötigen Verbindungspunkte wurden diese gebohrt und anschließend die beiden Teile mit noblen VA-Nieten wieder zusammengeführt. Vor der Montage ließ er noch die Poliermaschine für sich arbeiten.

Obwohl der Auspuff vorher nicht geschliffen wurde, brachte die Maßnahme einen anständigen Glanz. Auch die akustischen Wünsche hatten sich zur vollen Zufriedenheit erfüllt, denn nun brüllt die kleine Bandit wie eine Große.
Beschränkte Farbauswahl
Bei der weiteren Suche nach preiswerten Teilen stieß er bei Thunderbike auf die damalige »Blowout«-Rubrik, die nichts – wie der Name eigentlich vermuten lässt – mit Auspuffanlagen zu tun hat.

Stattdessen bot der Edel-Customizer Restposten an, die seine Lagerkapazitäten blockierten. Und so fand Tim ein komplettes Streetfighter-Heck inklusive der Spiegelunterverkleidung für kleines Geld. Da sich das Heck noch in einem netten Hellgrau präsentierte, stand die Neukolorierung der Hauptkomponenten als Nächstes auf dem Plan.
Natogrün von der Rolle
Der Rahmen wurde aber hiervon ausgeschlossen, da diese Maßnahme zu zeit- und kostenintensiv geworden wäre. Jedoch beschränkte dieser durch sein Dunkelgrün-Metallic stark die Farbauswahl. Natürlich durfte die Lackierung nicht die Welt kosten, trotzdem sollte sie dem Moped ein prägnantes Äußeres verleihen.

Tims Wahl fiel auf Natogrün, nicht gesprüht, sondern mit der Rolle aufgetragen. Das macht den Lack zwar nicht gerade schöner, aber die so entstehende grobe Oberfläche passt völlig zum Farbton. Aber noch nicht genug der Oberflächenrenaissance.
Vintage-Look komplett
Für das finale Finish sorgten verschiedene Polituren, die alle unbenutzt in der Garage rumstanden. Beste Effekte lieferten dabei die von Sonax zur Lackausbesserung, dadurch, dass sie doch eigentlich für schwarzen Untergrund vorgesehen war. Aber auch der Rest half, dem Bike das stark gealterte Aussehen zu verleihen, eben wie es neudeutsch heißt: Vintage.










