Tief, lang und an der Ampel nicht zu schlagen. Mit diesen klaren Vorgaben entstand ein cleanes Speedbike auf Moto Guzzi-Basis.
»Es muss nicht immer eine V-Rod sein«, philosophiert Ingo Pape, Chef von Mandello Cycles in Bremervörde, und blickt über sein Projekt, eine zum Dragbike umgebaute Moto Guzzi. »Ich wollte das Bike möglichst flach am Boden haben, dazu eine klare Linienführung und einen druckvollen Motor«, verrät der Norddeutsche die Aufgabenstellung hinter dem außergewöhnlichen Italobike.
California-Schwinge
Zunächst versah Ingo den Rahmen einer alten 850 T mit einer 7°-Reckung am Lenkkopf, er modifizierte die Schwingenaufnahme, schuf die Basis für einen seitlich versetzten Motor und konnte so mit einer California-Evo-Schwinge Platz für einen 180er-Reifen schaffen. »Das V11-Hinterrad hat nur drei Millimeter Spurversatz.«

Vorne verbaute der Guzzi-Spezialist die USD-Gabel samt Vorderrad aus einer Ducati 900 SS. Bei den Bremsscheiben entschied er sich für 320-Millimeter-Klöpper aus dem Hause Lucas.
Optimierter Motor
Ein optimierter 1000-cm³-V2 aus einer Guzzi 1000 S soll die Startflagge zum Beben bringen. Eine Drehmoment-Nocke, sauber abgestimmte 36er-Dell’Orto-Vergaser und weitere Feinarbeit an der Mechanik erlauben blitzschnelles Hochdrehen.

Passend dazu lässt eine Kombination aus V11-Krümmern und Borla-Schalldämpfern die Wände wackeln. Dazu Ingo: »Mit der kürzeren Übersetzung und den 17-Zoll-Rädern, die den Motor nochmals höher drehen lassen, ist die Beschleunigung immens.«
Heckfender aus Aluminium
Viele mit Akribie hergestellte Details vervollständigen das Pro-Street-Bike. Der federleichte Heckfender etwa wurde eigens aus Aluminium gegossen.

Filigrane Lampenhalter und eine feingliedrige Fußrastenanlage drücken das Gewicht und sorgen für eine aufgeräumte Optik. Diese erreicht Ingo zusätzlich durch eine Ton-in-Ton-Lackierung in mattem Silber.
Einzigartiger Umbau
Stolz blickt Ingo über den flachen 1100-Sport-Tank: »So etwas hat noch keiner aus einer Guzzi gemacht.«
Info | mandello-cycles.de










