Wenn ein ehemaliger Rennfahrer ein Motorrad baut, wird es rasant. Marcus und seine KTM 990 Super Duke.
Ganz klar, hier geht’s mal ausnahmsweise nicht um die ganz große optische Veränderung, nicht um ’nen bestimmten Stil, nicht um das Für und Wider einer Trommelbremse. Hier geht’s ausschließlich um Dynamik, um Fahrspaß, um das Rauskitzeln der letzten Körner. Schaut man sich die Vita von Marcus Klass an, so liegt die Leidenschaft fürs Fahren auf der Hand.
Ein Motorradleben
Maschinenbau-Studium, danach sechs Jahre lang aktiver Rennfahrer, Testredakteur für verschiedene Mopped-Zeitschriften, schließlich für einen renommierten Reifenbauer in der Motorradwelt unterwegs und später auch mal eine eigene Firma für die Entwicklung von Motorrat-Parts. »Erfahrung kommt vom Fahren«, erklärt Marcus, »und die KTM war perfekt geeignet, mein Können zu zeigen.« Den Style kauft man nämlich beim Herzog aus Österreich direkt mit ein.

Das eckige Design setzt klare Akzente, der wuchtige Tank scheint die Massen auf sich zu vereinen. Aber klar, dass der Spezialist zusätzliches Potenzial erkannte. Seine »Road Hero« ist deutlich schlanker als das Original.
KTM auf Schlankheitskur
Allein schon, dass er dem pummeligen Heck den Auspuff klaute und seitlich einen von Remus verbaute, dient der schlankeren Linie. Eine kleinere Lampe hier, das leichte Kettenrad aus eigener Fertigung dort, der breite Alu-Lenker, die eleganten Schmiederäder oder die winzigen Instrumente. Die Leistung liegt beim Straßenheld im Detail.

Mit seinen wohldosierten Diätpillen verpasste Marcus der Duke eine Gewichtsreduzierung um knapp 16 Kilo gegenüber dem Original. Und wer schon mal eine Super Duke gefahren ist, weiß, was das bedeutet. Schon so ein Brett, wird alles noch mal eine gute Spur dynamischer.
Viel Spaß für viel geld
Über 7000 Euro kosteten allein die verbauten Teile, ohne Arbeitslohn und ohne das braune Lackkleid. ’Ne Menge Holz, aber dafür auch ’ne Menge Spaß.












