When fashion hits the road: DIese Harley Sportster entstand einst für’s Klamottenlabel King Kerosin
Einfach mal was Anderes oder »Was die Großen können, können wir auch!«. So oder zumindest so ähnlich war das damals, als der Coburger Customizer Mean Machines mit dem Chef das Labels King Kerosin in einer feuchtfröhlichen Nacht nach dem ein oder anderen Bier brainstormte.
Fashion und Bike, ja, das Geht
Das Ziel war es, ein einzigartiges Fashion-Bike auf die Straße zu bringen. Was im ersten Moment fast abstoßend klingt, nämlich das Wort »Fashion« zusammen mit dem Wort »Bike«, wird bei genauerer Betrachtung sehr reizvoll.

Denn die Schrauber haben kein Motorrad für irgendwelche Massenschneidereien, die einem in jeder Fußgängerzone ihre bunten Fetzen anbiedern möchten, gebaut, sondern ein authentisches Old-School-Drag-Bike für eine authentische Klamottenmarke. Also wurde eine 1973er Harley-Davidson Sportster XLCH, komplett mit den nötigen alten Originalteilen, in neun Wochen aufgebaut.
Harley Sportster Just in Time
Und wie man es von Bikebauern diverser Doku-Sendungen kennt: Auf den letzten Drücker – just in time fertiggestellt. Mit einem großen Unterschied: Bastian und Benni, die beiden Schrauber, fügen dem Ganzen nämlich ein wichtiges Argument hinzu, was die gepuderten Fernsehschrauber alt aussehen lässt: »Wir waren dabei die ganze Zeit besoffen!« Gelernt ist gelernt! Wobei das Zitat durchaus mit einem Augenzwinkern aufzufassen ist.

Denn wer sich die Details des Bikes genauer ansieht, weiß: Das kann sich niemand im Rausch einfallen lassen. Das King-Kerosin-Bike strotzt vor kleinen, liebevollen Details. Der Ansaugtrichter etwa ist eine Krone, die sogenannte »Wegfahrsperre« eine kleine Glocke am Rahmen.
Alter Rahmen, modifizierter Motor
Man kann unzählige Male um das Motorrad laufen und entdeckt immer wieder etwas Neues. Der Rahmen ist ein 1973er Original-Harley-Rahmen, in dem ein modifizierter 1967er Sportster-Motor arbeitet, der durch einen um 30° versetzten Dell’Orto-Vergaser atmet. Der Sportster-Tank wurde schwarz lackiert und mit dem King-Kerosin-Logo versehen, bevor der französische Pinstriper Etienne das klassische Pinstriping auf diesem sowie auf dem hinteren Fender platzierte.

Auch das war ein Querverweis dieses gemeinsamen Produkts, denn Etienne arbeitete schon als Shirt-Designer für King Kerosin. So haben sich Menschen, die denselben Lifestyle transportieren und auch leben, für ein prestigeträchtiges Projekt vereint.
Info | kingkerosin.com | mean-machines.de













