Dragster Schwalbe – Aber Hallo!

Noah ist geil auf Motorräder, und er ist geil aufs Umbauen. Seine Dragster Schwalbe mit Kawa-Antrieb sollte nur der Anfang sein.

Noah wusste früh sehr genau, was er will. Und er hatte schon mit 18 Verrücktheit, die wir an den Schraubern so lieben. Eine zum Cafe Racer umgebaute Yamaha XS 400 stand da schon in der elterlichen Garage, aber mit seiner Schwalbe schoss er den Vogel ab. Er bestückte den Oldie-Roller mit dem 65 PS starken Motor einer Kawa GPZ 550.

Scooter? Schräg von vorn lässt sich kaum erahnen, dass die gelbe Schwalbe zwanzig Mal so viel Leistung hat wie das Original

Von Kind auf trieb sich der Bergisch-Gladbacher im Betrieb des Vaters rum, einer Fahrzeugbau-Firma. Schlosserei, Drehbank, Fräsmaschinen – etwas alltägliches für den Jungen. Für seine Projekte darf er alle Geräte nutzen, und er ist seinen Eltern dankbar, dass sie seinen Spleen so großartig unterstützen.

Keine Kompromisse

»Ich will nicht irgendwie, ich will richtig«, erklärt er, als wir über sein Mopped sprechen. Die Formen der Schwalbe wollte er komplett erhalten, und auch die Funktion von Lampen, Instrumenten und Armaturen blieb original Simson.

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Platz da: Der typische Rollerdurchstieg wird komplett vom Kawasaki GPZ 550-Motor ausgefüllt

Für ein bisschen über 200 Euro besorgte er sich die verunfallte GPZ, an der kaum mehr was ganz war, außer eben der Motor, komplett mit Kabelbaum und dem Hinterrad inklusive Bremsanlage. Dass er für den Einbau den Rollerrahmen rückseitig weitgehend ersetzen musste, liegt auf der Hand. 

Starres Heck mit Platz

Noah machte keine Kompromisse, entschied sich für ein starres Heck, weil es den nötigen Platz bot. Den Steuerkopf der Schwalbe sägte er ab und kombinierte das Kawa- mit dem Simson-Fahrwerk. Die Schwinge modifizierte er entsprechend. Auch den Aluminium-Tank fertigte Noah komplett selbst.

Verbundbaukasten: Von der Seite wird die Kombination zweier Welten offensichtlich

Einen Monat bastelte Noah am Projekt, danach gings auf die Straße. Was von vorn betrachtet noch wie Roller aussieht, ist von hinten eine Wucht, »wie bei einem Dragster eben«, grinst er. Und wie die Sache weitergeht, wusste er schon damals genau.

Nach der Dragster Schwalbe eine Monster

»Möglichst schnell das Geld für eine Ducati Monster zusammenbekommen, daraus einen Cafe Racer bauen. Und dann Customizer werden, das wärs.«

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Technische Daten
Modell Simson Schwalbe KR 51/1
Baujahr 1982
Erbauer Noah Menschik

Motor
Typ Kawasaki-Vierzylinder-Viertakt, dohc-Zweiventiler
Hubraum 553 ccm
Bohrung x Hub 58 x 52,4 mm
Auspuff 4-in-1 Eigenbau
Getriebe Sechsgang
Sekundärtrieb Kette
Leistung 65 PS bei 10.500/min
Drehmoment 47 Nm bei 8.500/min
Fahrwerk
Rahmen Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, starres Heck
Gabel Simson
Schwinge Kawasaki/Eigenbau
Räder vo. 2,75-16R, hi. Kawa GPZ m. 120/80-18
Bremsen vo. Simson-Trommel, hi. Scheibe
Zubehör
Tank Aluminum Eigenbau
Lampe Halogen in Simson-Fassung
Rücklicht Simson
Sitzbank Simson, gekürzt u. abgepolstert
Fußrasten Kawasaki
Metrie
Leergewicht 135 kg
Radstand 1390 mm

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Fotos: Louis Bürg
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2 Kommentare
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Fred
Fred
30. April 2026 9:42

Scharfes Teil

Tino
Tino
4. Mai 2026 12:29

Man sollte dazu sagen das,das die 2.0 Version. Ich habe Anfang 2011 das identische Fahrzeug in Ulm gekauft wo nur Kleinigkeiten anders waren.

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