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Fotos: Jens Grossmann | Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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Custom Lackierung – True flames

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CB 5/26

Eine Lackierung von Flammen auf Motorradteilen kann comichaft stilisiert, im klassischen Hot Rod-Style oder eben höchst realistisch ausgeführt sein. CUSTOMBIKE beobachtete die Entstehung einer True Flame-Lackierung.

Als einer der ersten deutschen Lackierer hatte sich einst ens Grossmann von Speed-of-Color auf die Anfertigung von True Flames spezialisiert. Schnell hatte der Lack-Profi die aufwendige Oberflächenveredelung, die aus den USA – zum Beispiel von Killer Paint – nach Europa geschwappt ist, zu seinem Markenzeichen entwickelt. Anders als traditionelle, stilisierte Hot-Rod-Flammen imitieren True Flames die Flammen eines Feuers möglichst detailgetreu.

Grundfarbe Schwarz

Jens verriet uns, wie eine solche Flammenlackierung entsteht und welchen Aufwand die nötigen Effekte verursachen. Wie bei einer üblichen Lackierung werden die Motorradteile auch für die True Flames zunächst mit Grundierung und Füller vorbereitet. Nach einem sorgfältigen Zwischenschliff kann anschließend die Grundfarbe – in unserem Falle Schwarz – aufgetragen werden.

Mühsame Vorarbeit: Das Dekor von dem mit Originallack geschmückten Sportster-Tank muss heruntergeschliffen, gespachtelt
und gefüllert werden

»Schwarz eignet sich optimal als erste Farbschicht, da die Tiefenwirkung nicht zu übertreffen ist«, erklärt Jens, »aber auch Orange kann als Grundfarbe gut aussehen.« Klarlack versiegelt diesen ersten Arbeitsschritt. Nun klebt der Blankenhagener mit Konturstreifen den nicht zu lackierenden Teil ab und definiert den Bereich der Flammen mit gelber Farbe.

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Die Flammen werden definiert

»Der erste Farbauftrag dient nur der Leuchtkraft und ist am Ende kaum noch zu sehen«, zeigt Jens auf das satte Gelb. Denn nun beginnt der Auftrag von Lasurfarben, die im Gegensatz zu den vorher verwendeten Decklacken durchscheinend bleiben. Jens sprüht abwechselnd Grün und Gelb, definiert die Flammen, setzt Verläufe und dunkelt bestimmte Bereiche mit grüner Lasur ab.

Klargelackt und aufpoliert: Selber machen? Mit Akribie sicher möglich, führt aber ziemlich sicher nicht zu solch überzeugenden Ergebnissen wie die Arbeit eines Profis

»Das Ziel ist es dabei, einige Bereiche heller, andere dunkler erscheinen zu lassen. Erreicht wird dieser Tiefeneffekt durch unterschiedlich dicken Farbauftrag«, weiß der Mann an der Sprühpistole. Lichtpunkte erzielt er mit Weiß, das er mit Gelb mischt. Zum Schluss setzt er Highlights wie den leichten Blauton im Spitzenauslauf der Flammen.

Gut angelegtes Geld

»Beim Grillen studiere ich schon immer die beschissenen Flammen«, lacht Jens. Was sich ganz offensichtlich lohnt, denn nach dem Auftrag mehrerer Schichten Klarlack und einem abschließenden Nassschliff samt Politur sehen die Flammen derart realistisch aus, dass der unbedarfte Betrachter eine Kettenreaktion in einem Chemielabor und nicht die Arbeit eines Lackprofis vermutet. Da sind die für die Bearbeitung der gezeigten Harley-Teile geforderten Euros bestens angelegt, lässt sich doch mit keinem anderen Umbauschritt ein derart großer Effekt erzielen.

Info | speed-of-color.de

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