Bei CRC entstand eine klassischer Dragstyler: Lang, tief, schwarz mit SCS-Fahrwerk und RevTech 88-Motor.
Ursprünglich stammt der Besitzer dieses Umbaus aus Samsun an der türkischen Schwarzmeerküste, rund 850 Kilometer östlich von Istanbul gelegen. Heute arbeitet er als Unternehmer in Hessen und ist ganz nebenbei ein leidenschaftlicher Motorradfahrer.
Flacher Dragstyler mit Rev Tech Motor
Nachdem er jahrelang Supersportler – unter anderem eine Yamaha R1 – gefahren hatte, wollte der Geschäftsmann irgendwann ein echtes Custombike besitzen. Mit ein paar Fotos und Zeitungsberichten von Walz- und Thunderbike-Aufbauten bewaffnet, trat er irgendwann in die Werkstatt von CRC in Marburg und bat dort um die Umsetzung seiner Wünsche.

»Die Message war eindeutig: Es sollte ein flacher, kompakter und mattschwarzer Dragstyler werden«, nahmen die Customizer zur Kenntnis und fertigten zunächst diverse Zeichnungen an. SCS baute den Rahmen schließlich auf Basis dieser Vorlagen. CRC verschweißte den Heckfender mit dem Rohrgeflecht, fertigte Öltank, Spoiler, die Verblechung unter dem Sattel und den Lenker.
Nur beste Teile
Der Auftraggeber hatte in der Zwischenzeit die Anbauteile für sein Bike festgelegt – eine Gabel vom italienischen Hersteller Ceriani, Freestyle-Räder mit 130er und 280er Bereifung, Armaturen sowie Bremsen von Stocker und jede Menge Parts aus dem Programm von CRC. Als Antrieb sollte ein RevTech 88-Motor mit 1450 ccm sorgen. Frei atmend durch Mikuni-Flachschiebervergaser, Forcewinder-Luftfilter und einen Auspuff von BSL leistet der V2 stramme 95 PS.

In der CRC-Technikabtteilung wird das so aufgebaute Rolling Chassis anschließend endmontiert. Die »55« ist die KFZ-Kennzeichnung des Besitzers, deshalb wurde das Bike des türkischen Unternehmers mit dieser Zahlenfolge getauft.
Die erste Fahrt ein Grauen
Als der Besitzer sein neues Bike zum ersten Mal sah, war er hoch zufrieden. Der Dragstyler entsprach voll und ganz seinen Erwartungen. »Da der Kunde zuvor nur Supersportler gewöhnt war, war die erste Fahrt für ihn jedoch ein Grauen«, berichtet die CRC-Crew darüber, wie der neue Besitzer nach 500 Metern aufgeregt wieder abstieg und meinte, er könne das Bike nicht fahren.

»Also stieg ich auf das Bike und preschte damit quer durch die Frankfurter City.«, erzählt einer der Mechaniker. Nach dieser Demonstration gewöhnte sich der Neu-Custombiker schnell an seine »55«. Und mittlerweile hat er das Bike so gut im Griff, dass schon die halben Fußrasten weggeschliffen sind.
Info | CRC-Customs











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