Farbe kann ein Wagnis sein. Sie kann aber auch, wie jedes Wagnis, zum Erfolg führen – hier am Beispiel einer BMW R 18
Es war ein legendärer BMW aus den 50er-Jahren, der die Inspiration lieferte. Der BMW 501 wurde wegen seiner schwülstigen Formen »Barockengel« genannt. Und irgendjemand hatte beim Berliner Vertragshändler Riller & Schnauck ein Farbfoto davon aufgetan, das dieses Auto im Farbton »Blassgrün« zeigte.

»Das ist doch eine schöne Farbe für unser Projekt«, rief Filialchef Maik Kraske. BMW hatte gerade zu einem internen Contest für eine Custom-R 18 aufgerufen, und die Berliner wollten in diesem Wettbewerb unbedingt bestehen.
BMW R 18 aus Berlin
Der Lackierer sah das mit dem Farbton zwar anders, aber Maik setzte sich durch. In der Werkstatt redete man fortan vom »Barockengel«, obwohl das Bike den Namen nie offiziell trug. Im auf den Social Media ausgetragenen Stechen der Vertragshändler setzte Riller & Schnauck sich bis in die vorletzte Runde durch. Die blassgrüne R 18 schaffte es also in die Top Five, und darauf konnten die Berliner schon stolz sein.

Das Bike ist längst verkauft. Die R 18 geht nicht in großer Menge weg, aber doch immer mal wieder mit besonderen Umbauwünschen der Kunden. Nicht nur Riller & Schnauck wird denen gerecht. Auch auf den gerade zu Ende gegangenen BMW Days in Garmisch-Partenkirchen wurden auch wieder diverse R-18-Prokjekte gezeigt, eines davon sogar im hochoffizellen Auftrag von BMW gebaut. Die Münchner sind des vermeintlichen Ladenhüters wohl noch nicht überdrüssig. Und wer weiß, was uns demnächst noch so mit Big Boxer vor die Linse fährt.

Info | motorrad-berlin.com





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