Yamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike MagazineYamaha XVS 1100 Dragstar – Umbau zum Volbeat Drag, Custombike Magazine

Alle nennen ihn nur Titte, in der Bikerszene seines Landes ist er bekannt. Der Belgier schraubt schon seit längerem an Zweirädern und betreibt eine gut ausgestattete Werkstatt. Er bedient jedes Segment und arbeitet markenunabhängig. Egal ob Harley, Japaner oder Brite, Streetfighter, Bobber oder Fullcustom, einem Motorradverrückten wie Titte ist das egal. Als ihm eine verunfallte Yamaha XVS 1100 angeboten wird, bei der die Technik noch intakt ist, greift er zu, bietet sich der luftgekühlte V2 doch für coole Umbauten an. Und praktischerweise ist Tittes Frau Diana nicht nur begeisterte Bikerin, sondern auch bekennender Fan der Marke aus Iwata. Außerdem wünschte sie sich von ihrem Mann ein Bike in oldschooliger Optik.

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Als Mindestvorgaben nannte sie eine Springergabel und einen Sporty-Tank. »Und irgendwie schwebte mir auch ein bisschen Frisco-Style im Kopf rum, mit der fetten Drag Star als Ausgangsbasis gar nicht so einfach, das wusste ich«, lacht Diana. Titte – ganz braver Ehemann – nimmt sich der Aufgabe natürlich trotzdem an.
Als erstes reißt er den Haufen auseinander, bereits da zeigen sich erste Probleme. Der Rahmen unterm Drag-Star-Spritfass ist so wuchtig und unansehnlich, darauf würde kein Sportster-Tank passen. Es hilft nur eine Radikalkur und ein selbst gebauter Rahmen. Vom Original bleibt daher nur das Hinterteil mit Schwinge übrig, das auch noch tiefer gelegt wird. Der komplette Vorderbau ist selfmade und passt nun zum anvisierten Look.


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Bei der Erstellung der richtigen Geometrie mit Springergabel und 21-Zöller hilft Makke, ein guter Freund und seines Zeichens Schweißer. Erst auf den zweiten Blick auf das finale Ergebnis fällt auf, dass es sich hier nicht um einen Starrrahmen handelt. Die Abstimmung ist gelungen. Aber auch der Rest kann sich sehen lassen. Titte erklärt uns: »Es gibt zwar reichlich Parts für die Drag Star, aber kaum etwas, um den klassischen Stil umzusetzen. Daher habe ich die meisten Teile selbst hergestellt.« So entstehen sowohl die eigenwillig geformten Velocity-Luftfilter wie auch das Manifold. Der Vergaser wird entsprechend neu bedüst und auch die umwickelten Dragpipes sind Eigenkonstruktionen. Von einem Anhänger stammt das Ausgangsmaterial des Heckfenders, der mitschwingend an der Schwinge platziert ist. 

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Diana ist zufrieden mit dem Ergebnis und hat auch die Idee für die Farbgebung. »Mattes Schwarz und mattes Grau sind doch passende Farben für ein Oldschool-Bike. Die Worte »Beyond Hell, Above Heaven« auf dem Tank stammen von einem Volbeat-Album. Ich mag die Band.« Das Lettering übernimmt MysticAl, einer der besten Pinstriper Europas. Auch zu den Selfmade-Fußrasten gibt es noch eine eigene Story: »Die habe ich schon seit über 30 Jahren«, erzählt uns Titte, »die waren schon an vielen meiner Bikes verbaut.« Nun ruhen die Füße seiner Frau darauf.


Am Gasgriff
Respekt! Aus der pummeligen Drag Star hat der Belgier ein schickes Bike erschaffen. Ohne Rahmenänderung wäre das aber nicht so einfach gewesen. In der Garage des Paares stehen einige Moppeds, so dass die Qual der Wahl besteht. Wenn es auf Tour geht, greift Diana aber am liebsten zur XVS. Das sagt wohl alles über die Fahrbarkeit