In den 1980er Jahren hatte Suzuki eine ganze Armada an Katana-Modellen im Programm. Die schlichte 650er wird allerdings erst nach größeren Umbauarbeiten zum scharfen Schwert.

Für den heimischen Markt baute Suzuki 1991 sogar eine 250er-Vierzylinder-Katana. Bei uns gab es Versionen mit 400, 550, 650, 750 und natürlich die Ur-Katana mit dem 1100er-GSX-Aggregat. Der hübsche Racer hier fußt auf -einer 650er von 1982, die optisch jedoch nichts mit dem polarisierenden Katana-Design am Hut hatte, sondern wie ein ganz normales nacktes Nippon-Bike der 80er Jahre daherkam.

Dieser hübsche Racer fußt auf ­einer 650er von 1982

Klassischer Fehlstart

Der damals neu konstruierte 650er-Four legte einen klassischen Fehlstart hin. Suzuki hatte bei der Konstruktion der Lagerschalen von Kurbelwelle und Pleuel Mist gebaut, was massenhaft zu Schäden führte. Mittlerweile ist das natürlich kein Thema mehr – was heute noch läuft, wurde seinerzeit schon repariert.
Als Umbaubasis taugt die Mittelklasse-Katana jedenfalls prima. 
Der drehfreudige Vierzylinder ist mit seinen 73 Horses ganz ordentlich dabei, das Fahrwerk funktioniert erstaunlich gut (und mit den YSS–Federbeinen noch besser als das Original), der Kardan arbeitet weitgehend frei von Lastwechselreaktionen und an der überschaubaren Elektrik lässt sich gut rumfrickeln.


Der drehfreudige Vierzylinder ist mit seinen 73 Horses ganz ordentlich dabei

Klassische Cafe-Racer-Elemente

Bei diesem Privatumbau kamen klassische Cafe-Racer-Elemente zum Tragen: freies Rahmendreieck, flache (Eigenbau-)Sitzbank, Stummellenker. Das Rahmenheck wurde gekürzt und ein Loop eingeschweißt, die Gabel 
um fünf Zentimeter gekürzt, die Gabelbrücke gecleant, verschweißt und gepulvert. Die hübschen Felgen stammen tatsächlich vom Original. Der Tank ist ein Benelli-Nachbau und tatsächlich das einzige Teil, 
mit dem der Schrauber nicht ganz so zufrieden ist, weil er optisch nicht ganz perfekt auf dem Rahmen liegt. Na, wenn’s weiter nix ist …