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Nanard ist Belgier und war lange Zeit auf Motorrädern unterwegs. Heute besitzt er einen harten Chopper auf Basis der Honda CB 750 und schon mit 18 fuhr er eine Indian Scout. Okay, das war in den Siebzigern …

Damals, als junger Kerl, lernte der begeisterte Biker Nanard schnell, dass ein altes Bike nicht einfach am Laufen zu halten ist. Irgendwann tauschte er seine Indian Scout gegen einen pflegeleichteren Honda-Chopper. Die Motorradmarken wechselten, aber immer war Nanard viel unterwegs und schraubte natürlich auch an seinen Kisten.

Für »normale Arbeit« schien Canard nicht geschaffen

So lernte er ständig Leute kennen und hatte schnell einen großen Freundeskreis. Da er für »normale« Arbeit nicht geschaffen schien, betrieb er eine Disco in Brüssel. Das »Mirano« war seinerzeit eine bekannte Adresse und für einige Anekdoten gut. Obwohl selbst mit den Jahren nicht mehr so oft auf zwei Rädern unterwegs, war Nanard doch immer von bikeaffinen Menschen umgeben.

Da es für schrullige Chopperparts am Markt nur wenige Reproteile gibt, musste der Belgier auf Originalzubehör aus den Siebzigern wie Rücklicht …

Einer von ihnen lud ihn dann zu einer Auflage des »Zombie Chopper Run« ein. Bei der Veranstaltung im Süden Spaniens kam der Geschäftsmann wieder auf den Chopper-Geschmack. Zurück in der Heimat begab er sich auf die Suche nach seiner alten Liebe, einer Honda CB 750.

Honda CB 750 – Alte Liebe rostet nicht

Das richtige Bike war schnell gefunden. Es sollte im klassischen Stil der 70er-Jahre gestaltet werden. Daher bot es sich an, dass der Zubehörrahmen bereits vor Jahren von einem der Vorbesitzer mit einem starren Heck versehen und eine lange Springergabel verbaut worden war. Auch der schwer verchromte Motor passte ins Konzept.

… oder Scheinwerfer zugreifen

Nanard fertigte die Stufensitzbank selbst an und passte den Tunnel eines vorhandenen Sargtanks an den Rahmen an. Den hohen Lenker ließ er sich von den Jungs bei Front Street Cycles in den Staaten fertigen. Im Heck rotiert ein klassischer Hot-Rod-Reifen, der, da er für Autos gedacht ist, nur auf einer Seite Weißwand trägt.

Honda CB 750 – Konzentration auf historische Parts

Auch sonst hat sich Nanard bei der Auswahl der Anbauteile auf historische Parts konzentriert. Der achteckige Öltank stammt ebenso aus alter Zeit wie Scheinwerfer und Rücklicht. Da bereits Sitz und Reifen weiße Akzente aufweisen, machte Nanard bei der Farbwahl Nägel mit Köpfen. Von einem Freund ließ er Rahmen und Tank ebenfalls in hellem Ton lackieren.

Japan-Design meets Japan-Engine: Die Tanklackierung ist so ungewöhnlich wie das ganze Bike – und sein Besitzer

Aufgewertet wird der kantige Tank durch Metalflake in japanischem Design. Ihr seht, so ein Motorradtrip kann alte Lieben wecken und euch wieder auf den rechten Weg bringen. Nanards Rückbesinnung hat gerade erst begonnen. Er ist auf den Geschmack gekommen und hat sich als nächstes Projekt bereits eine Panhead angeschafft. Welcome back.