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Am Anfang war in diesem Fall weder das Licht, noch eine fahrbare Harley-Davidson FL 1200 sondern lediglich ein Motor, ein Rahmen und eine Idee. Was daraus wurde, seht ihr hier.

Die Bikes von Kickstartworks, einer kleinen Schrauberbude im Schwäbischen, sind immer hart, schnell und laut. Zumindest solange das im Rahmen des Erlaubten liegt. Schließlich sollen die Karren auch legal gefahren werden. Der Fokus liegt dabei auf Harleys aus der Pre-Evo-Zeit. Aber auch alte Triumphs stehen ab und zu auf der Hebebühne. Dabei haben die großen Jungs durchaus ihren eigenen Stil entwickelt. Mal entstehen die Bikes auf Kundenwunsch, mal aber auch einfach so, weil gerade die passenden Teile vorhanden sind. 

Viel Eigenbau und kräftig überarbeitete OEM-Teile machen die Pan hart, schnell und laut

Mit einem Motor, einem echten Straightleg-Rahmen und einem passenden Title beginnt der Aufbau dieses Projektes. Motor und Getriebe bekommen eine Grundkur verpasst und sind danach fast im Neuzustand und möglichst nah am Original. Nur eine bessere Ölpumpe wird verbaut. Der Öltank selbst ist eine eigene Konstruktion. Er enthält einen speziellen Filter-Kit und nimmt auch die Elektrik auf, die separat untergebracht ist und so entnommen werden kann.

Harley-Davidson FL 1200 – It’s a Chopper, Baby

Um die Befüllung der Brennräume kümmert sich ein Linkert-Vergaser, der mit einem selbst entwickelten Gaszug-Kit versehen ist. Nach ihrer Metamophose entweichen die Gase über Krümmer von Kickstartworks sowie kultige Fishtails und vollenden so den Kreislauf. Aus dem großen Fundus der Schrauber kommen viele OEM-Teile zum Einsatz. Für diesen Zweck werden sie natürlich kräftig auf- und überarbeitet. Daher sind die beiden Trommelbremsen nun wieder halbwegs bissig und finden ihren Platz in selbst komplettierten Speichenrädern.

Apehanger, Sissy­bar, Fishtails, Springergabel – mehr Chopper geht wohl nicht

Die Springergabel ist vier Zoll länger als im Original und verchromt. Über ihr ragt ein kleiner Apehanger auf, der um etwa vier Zentimeter schmäler baut als vom Hersteller gedacht. Das sorgt für einen Slim-Look, der auch durch den umgeschweißten Tank, der von einem alten Moped stammt, unterstrichen wird. Was sich nicht im Fundus auftreiben lässt, wird kurzerhand selber konstruiert. Dazu zählen die Fußrastenanlage, die Sissybar und die Verstärkungen unter dem Heckfender, der so auch eine eventuelle Sozia aushalten kann.

Harley-Davidson FL 1200 – Reichlich Selbstgebautes

Weitere Kleinigkeiten wie die modifizierte Batterieplatte, der Beltschutz am Primär und die Unterteile der Sitze sind ebenfalls handmade. Den Bezug von Sitz und Pad übernimmt mal wieder Kumpel Micha von Custom Seats. Auch die schwarz-silberne Lackierung bleibt in der Familie. Die geht auf das Konto von Sven »Flakemaster« Ose. Zum sehenswerten Ergebnis beigetragen haben gute Musik (natürlich laut) und reichlich Bier, die die langen Arbeitsstunden erträglicher gestalteten. So muss es sein!

Info | kickstartworks.com

 

Jens Müller