Das Motorradfahren ist für die meisten Biker ein Hobby während der milden bis heißen Monate des Jahres. Im Winter kommt das Bike in die Garage und wird üblicherweise nicht ausgefahren. Doch genau dieser Winterschlaf kann der Motorradbatterie erheblichen Schaden zufügen. Wenn die Batterie keine regelmäßige Ladung an einem Batterieladegerät für das Motorrad erhält, sind Probleme mit dem Anlassen im nächsten Frühjahr vorprogrammiert.
Um ernsthafte Schäden wie das Sulfatieren zu vermeiden, muss der Stromspeicher mit einem passenden Batterieladegerät geladen werden. Worauf es dabei ankommt, wird in diesem Beitrag erklärt.
Welches Batterieladegerät wird für das Motorrad benötigt?
Der Gedanke an ein Batterieladegerät für das Motorrad taucht häufig erst dann auf, wenn es eigentlich schon zu spät ist: Alles ist startklar für die nächste Ausfahrt, doch das Bike springt partout nicht an – die Batterie ist tiefenentladen und hat den Geist aufgegeben. Es empfiehlt sich daher dringend, sich ein Batterieladegerät für das Motorrad anzuschaffen, wenn es längere Zeit nicht gefahren wird.
Kann man eine Motorradbatterie mit einem normalen Ladegerät laden?
Die Stromstärke des Batterieladegeräts für das Motorrad sowie des Akkus sind ausschlaggebende Faktoren bei der Auswahl. Da herkömmliche Ladegeräte für Autos für das Motorrad nicht geeignet sind, empfehlen die YUASA-Batterieexperten unbedingt, ein geeignetes Batterieladegerät speziell für das Motorrad zu verwenden.

Der Gebrauch eines Batterieerhaltungsgeräts am Motorrad ist für den Akkumulator besonders schonend. Dieses Gerät lädt den Stromspeicher in Intervallen auf. Damit wird die Tiefenentladung, also das komplette Entladen der Batterie, wirkungsvoll verhindert. Die Gefahr der Kristallbildung, die eine Batterie komplett unbrauchbar macht, wird ebenfalls deutlich reduziert.
Was ist noch wichtig?
Die Wahl eines Batterieladegeräts für Motorräder hängt unter anderem davon ab, welche Batterieart verbaut wurde:
- Blei-Säure-Batterien: Sehr ausgereifte Batterie-Technik, die noch immer weit verbreitet ist. Diese Batterien benötigen ein Ladegerät, das den Ladestrom und die Spannung präzise regeln kann.
- AGM- und Gel-Batterien: Diese Batteriearten verdrängen den Klassiker zunehmend. Die Stromspeicher bieten zahlreiche Vorteile. Gleichzeitig benötigen sie häufig spezielle Ladeprofile, wie sie nur bei modernen Batterieladegeräten für das Motorrad zu finden sind. Auf yuasa.de gibt es Produktbeschreibungen und die technischen Daten zu den YUASA-Ladegeräten, diese unterstützen dabei, das passende Modell für die jeweilige Motorradbatterie zu finden.
Üblicherweise finden sich alle notwendigen Angaben auf dem Batteriegehäuse. Dort stehen Informationen zum Einsatzbereich, wie hoch der optimale Ladestrom sein sollte und zum nötigen Gehäuseschutz.
Wie oft sollte man im Winter die Motorradbatterie laden?
Viele Biker bauen die Batterie im Winter aus dem Motorrad aus und laden sie vollständig. Anschließend wird sie sachgemäß in einem gleichmäßig temperierten Raum, etwa im Keller, trocken und frostfrei gelagert. Bei dieser Vorgehensweise ist es erforderlich, alle sechs Wochen den gelagerten Akku zu überprüfen. Liegt die Spannung unter 12,4 Volt, muss die Batterie mit einem geeigneten Ladegerät nachgeladen werden. Bevor die Motorradbatterie im Frühjahr wieder eingebaut wird, folgt ein letztes Aufladen. Dann steht einem entspannten und problemlosen Saisonstart nichts mehr im Wege.
Warum die Motorradbatterie im Winter ausbauen?
Verbringt das Motorrad den Winterschlaf in einem trockenen und frostfreien Raum mit konstanten Temperaturen, ist ein Ausbau der Motorradbatterie nicht zwingend erforderlich. In diesem Fall sollte unbedingt darauf geachtet werden, Dauerverbraucher wie Warnanlage oder Ähnliches abzuklemmen. Bei längeren Standzeiten belasten sie die Batterie des Motorrads enorm.

Anders verhält es sich, wenn die Maschine nicht in der Garage überwintert werden kann. Ist das Bike während der Standzeit regelmäßig Temperaturen unter fünf Grad ausgesetzt, kann das zu erheblichen Schäden sowie zu einer deutlich verringerten Lebensdauer der Batterie führen.
Ganz gleich, wie das Motorrad überwintern darf: Längere Standzeiten ohne zeitweiliges Laden tun der Batterie nicht gut. Bereits nach acht Wochen ohne Ladevorgang erreichen die meisten Akkus ihre Grenze. Es genügt schon eine einmalige Tiefentladung (10,5 V bei Blei-Akkus, 11,1 V bei Blei-Gel), um irreparable Schäden, die sich auch durch ein Nachladen nicht mehr regulieren lassen, hervorzurufen.
Kann man eine AGM-Batterie mit einem normalen Ladegerät laden?
AGM-Batterien sind für ihre schnelle Ladegeschwindigkeit und die Zyklenfestigkeit bekannt. Daher werden sie bevorzugt in Fahrzeugen mit anspruchsvollen Bordsystemen verbaut. Natürlich muss auch diese Batterieart regelmäßig aufgeladen werden. Dafür wird ein passendes Batterieladegerät für das Motorrad benötigt, das mit einem AGM-Modus ausgestattet ist. Hierfür eignet sich unter anderem das intelligente Ladegerät YCX1.5 von GS YUASA. Es verfügt über einen vollautomatischen 7-stufigen Lade- und Wartungsprozess und bietet sowohl für konventionelle Blei-Säure-Batterien sowie für AGM-, Gel- und Lithium-Ionen-Akkus optimale Lade-Performance.

Die Ladespannung bei einer AGM-Batterie muss mindestens 14,8 Volt betragen. Dafür ist der sogenannte AGM-Modus zuständig. Es ist daher nicht möglich, mit einem normalen Motorrad-Batterieladegerät den AGM-Akku aufzuladen. Um eine Überladung der Batterie zu vermeiden, sollte man grundsätzlich den Anweisungen des Herstellers folgen. Eine Nichtbeachtung kann zu erheblichen Schäden führen.
Wie lange muss eine 12-V-Motorradbatterie laden?
Die Ladezeit einer 12-V-Motorradbatterie wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. So ist der aktuelle Ladestand entscheidend. Generell beträgt die Ladezeit ungefähr zwölf Stunden. Intelligente Ladegeräte der modernen Generation von YUASA können den Akku nicht nur selbstständig so schnell wie möglich aufladen, sie sind außerdem in der Lage, den Batteriezustand zu messen und ein Überladen zu verhindern.
Fazit
Starterbatterien, ganz gleich welcher Technologie, neigen dazu, sich bei längerer Nichtbenutzung zu entladen. Das gilt besonders für den Klassiker unter den Motorradbatterien, die Blei-Säure-Batterie. Damit der Akku die wochenlange Pause unbeschadet übersteht, ist es erforderlich, ihn regelmäßig wieder aufzuladen. Dafür ist ein hochwertiges und geeignetes Motorrad-Batterieladegerät unverzichtbar.




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