Ohne Batterie bleibt das Antriebsaggregat des Motorrads still, die Bordsysteme ohne Saft. Damit der Akku möglichst lange hält und eine einwandfreie und sichere Funktion gewährleistet ist, solltest du die Motorradbatterie sorgfältig auswählen: Blei-Säure, AGM oder Gel – bist du auf der Suche nach einer neuen Motorradbatterie, wirst du schnell mit den verschiedenen Batterie-Arten konfrontiert. Wir zeigen dir die Unterschiede zwischen den einzelnen Batterie Typen und ihre Vorzüge:
Batterie-Arten im Überblick
Meist ist die Batterie fürs Motorrad als reine Starterbatterie ausgelegt. Sie liefert ausreichend Saft für den Anlasser. Bei modernen Bikes und Quads nimmt sie eine Schlüsselrolle bei der Zündelektronik ein. Größtenteils werden dafür Blei-Säure-Batterien eingesetzt. Hier wird zwischen verschiedenen Batterie-Arten unterschieden: Nass, AGM oder versiegelte Gel-Batterien.

Das Bordnetz älterer Maschinen war ursprünglich auf 6 Volt ausgelegt. Neuere Motorräder hingegen besitzen in der Regel ein 12 Volt-Bordnetz. Entsprechend sind die Batterie-Arten auf diesen Bedarf ausgelegt. Die größte Belastung entsteht für eine Batterie während des Startvorgangs. Sie muss dabei in der Lage sein, die Spannung auf einem Mindestlevel zu halten. Zeigt sie hierbei Schwächen, kann das darauf hindeuten, dass sie verschlissen oder sogar defekt ist. Es ist Zeit, sie gegen ein neues Modell zu tauschen.
Batterie-Arten: Blei-Säure Motorradbatterie
Ein Blick in das YUASA-Produktportfolio zeigt: Die Auswahl an Batterien ist groß. Ein Klassiker ist der Blei-Säure-Akku. Dieser Typ ist seit vielen Jahrzehnten im Einsatz und überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings ist mit dieser Form von Batterie ein entsprechender Wartungs- und Pflegeaufwand verbunden, da sie mit Säure befüllt werden muss. Moderne Blei-Säure-Batterien werden üblicherweise trocken vorgeladen. Du erhältst sie mit einem separaten Säurepack.

Die Batterietechnik wird schon seit langem verwendet und ist ausgereift. Blei-Säure-Akkus überzeugen mit einer guten Kaltstartleistung. Sollte das Wasser im Batterieinneren verdunsten, benötigst du destilliertes oder deionisiertes Wasser, um es nachzufüllen.
Batterie-Arten: Was ist eine Gel-Batterie
Spricht man von sogenannten MF-Batterien, sind damit wartungsfreie Akkus gemeint. MF steht für den englischen Begriff »maintenance free«. Die Säure in diesen Batterien liegt im Gegensatz zur Standardbatterie nicht in flüssiger, sondern in gebundener Form vor. Bei diesen Batterie-Arten ist die Schwefelsäure durch Kieselsäure gebunden. Das dickt den Elektrolyt ein und das Ganze wirkt wie eine Art Gel. Eine Kapselung verhindert das Austreten des Gels.

Der große Vorteil: Diese Batterie-Arten verlieren so gut wie keine Flüssigkeit durch Verdunstung. Nach der ersten Befüllung werden sie dauerhaft verschlossen und weitere Kontrollen des Füllstandes entfallen. Die Zellen werden zum Laden nicht geöffnet und die Batterie benötigt keinen Entlüftungsschlauch.
Lange Zeit galt die Gel-Batterie auf dem Batteriemarkt als das Non-Plus-Ultra. Wenngleich sie von der AGM-Batterie abgelöst wird, ist sie auch aktuell noch sehr stark vertreten.
Was ist eine AGM-Motorradbatterie?
AGM = Absorbent Glass Mat: Ein Vlies aus Glasfaser wird für diese Art der Batterie mit Schwefelsäure gesättigt. Weitere Flüssigkeiten gibt es in dem Akku nicht. Das macht sie sehr auslaufsicher. Diese besondere Bauform hat aber noch weitere Vorteile im Gepäck. Der Innenwiderstand fällt recht gering aus. Dadurch ist der Akku gegen Tiefenentladung unempfindlicher. Auch bei niedrigen Temperaturen kann er mit einer stabileren Leistung im Vergleich zu normalen Blei-Säure-Batterien punkten. AGM-Batterien haben außerdem eine höhere Lebensdauer.
Beispiel: Ist YUASA YTX 12-BS eine AGM-Batterie?
Bei der YUASA YTX 12-BS handelt es sich um eine wartungsfreie VRLA-Batterie (Valve Regulated Lead Acid). Mit dieser Abkürzung werden ventilregulierte und verschlossene Blei-Säure-Batterien bezeichnet. Der Elektrolyt ist durch die VRLA-Bauweise eingeschlossen. Die entstehenden Gase können innerhalb dieser Arten im Elektrolyten keine Blasen bilden. Durch den Prozess entsteht von der Blei-Säure ein Überdruck. Sicherheitsventile sind daher unverzichtbarer Bestandteil.

Gel- und AGM-Batterien nutzen ebenso wie Blei-Säure-Akkus den Elektrolyt Schwefelsäure für die Bereitstellung ihrer Funktionen. Insbesondere einige AGM-Akkus und alle Gel-Batterien bieten dank der VRLA-Technologie einen erhöhten Sicherheitsfaktor. Hinzu kommt, dass durch den verschlossenen Aufbau ein Nachfüllen von Flüssigkeit überflüssig wird.
Welche Batterie ist besser: Gel oder AGM?
Welche Batterie die bessere Wahl ist, hängt vom Einsatzbereich ab, in dem sie genutzt werden soll. Soll sie als Starterbatterie für dein Motorrad dienen, muss sie Temperaturschwankungen aushalten und Kaltstarts problemlos überstehen. Hier setzt du am besten auf eine AGM-Batterie, da sie mit diesen Anforderungen spielend fertig wird.
Wer ist YUASA?
Seit der Gründung im Jahr 1895 hat sich GS Yuasa zu einem Marktführer im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Batterien- und Stromversorgungssystemen entwickelt. Das Unternehmen besteht aus 65 Tochtergesellschaften und mehr als 30 Partnern. Es gilt als einer der weltweit führenden Hersteller von Auto- und Motorradbatterien. Alle Batteriearten des Unternehmens genießen global den Ruf von sehr hoher Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit.
Das Produktportfolio umfasst im Bereich Motorrad und Powersport verschiedene Batterie-Arten und -Typen:
- Wartungsfreie Hochleistungsbatterien: YTZ, YTX und GYZ
- MF-Batterien (wartungsfrei): YTB, YTX, TTZ und YT,
- Batterien mit Blei-Kalzium-Technologie: Yumicron CX,
- Yumicron: für Wassermotorräder, Schneemobile und Geländefahrzeuge, aber auch schwer beladene Tourenräder und Custom Bikes
- Akkus für 6 Volt- und 12 Volt-Bordnetze.
Info | Yuasa










Schreibe einen Kommentar